29,80 EUR
Shintaro Miyazaki

Algorhythmisiert

Eine Medienarchäologie digitaler Signale und (un)erhörter Zeiteffekte

Das Wort Algorhythmus ist aus der begrifflichen Synthese des technomathematischen Begriffs Algorithmus mit dem musikalisch-sonischen Begriff Rhythmus entstanden und ist nicht nur als simples Wortspiel, sondern vielmehr als Vorschlag für eine präzise kulturtheoretische Analytik gemeint, die fähig ist die Dynamik und Zeitlichkeit von digitalen Medientechnologien präzise zu analysieren und in ihren historischen Kontext zu setzen.
Algorhythmen sind messbare, physikalisch-reale Zeiteffekte der algorithmisch programmierten symbolischen Logiken von Technologien. Die meisten informationsgenerierenden oder -strukturierenden Prozesse der Gegenwart sind nahezu vollständig algorhythmisiert. Avancierte Technologien erfordern von den Geisteswissenschaften immer wieder profunde Analysen ihrer epistemologischen und – im foucaultschen Sinne – archäologischen Bedingungen und gleichzeitig die Lieferung akkurater Erklärungsmodelle für andere theoretische Ansätze, die sich mit ihren sozialen, kulturellen oder politischen Konsequenzen beschäftigen. Das vorliegende Buch bildet einen erneuten Beitrag dazu.

  • Info

    Shintaro Miyazaki

    Dr. Shintaro Miyazaki, geboren 1980, ist Medienwissenschaftler und Designforscher. Promotion in Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 2014 Senior Researcher am Institut Experimentelle Design- und Medienkulturen der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel, FHNW.

    • Claudia Mareis (Hg.), Shintaro Miyazaki (Hg.)  

      Synthesize!

      Neun Beiträge über künstliche Welten

      broschiert, 256 Seiten
      24,90 EUR