29,80 EUR
Franck Hofmann

Aus dem letzten Zimmer

Eine Ästhetik des Abschieds

Zwischen persönlichem Bericht und Fiktion, philosophischer Reflexion und Lektüre von literarischen Schlüsseltexten changierend, erzählt der Autor die Geschichte eines Lebensendes und der Trauer. Wie fordert uns das Sterben heraus und wie können wir ihm mit einer ästhetischen Haltung begegnen? Welche Gestalt gewinnt eine Arbeit an Worten und Bildern, die im Zeichen des Abschieds steht? Analyse, Essay und Denkbilder von poetischer Dichte verweben sich zu einer Theorie-Erzählung, die den Leser in eine persönliche Konfrontation mit dem Tod im Leben verwickelt und an der Suche nach einer angemessenen Sprache teilhaben lässt.

Von der kulturtheoretischen These ausgehend, dass der Tod eines der letzten Tabus säkularer Gesellschaften und die ›ars moriendi‹ ein zentrales Defizit der Moderne ist, stellt das Buch die Frage: Welche Formen könnte eine gegenwärtige Sterbekunst annehmen? Was bedeutet es, den Tod im menschlichen Horizont nicht als etwas zu denken, das gegeben ist, sondern als etwas, das geschaffen werden muss: dass es gilt, sterblich zu werden?

Die aktuelle gesellschaftliche Debatte über eine bessere Begleitung von Menschen, die sich der Grenze nähern, an der das Leben abbricht, sollte nicht auf eine medizin-ethische Diskussion um Sterbehilfe verkürzt werden: Sie fordert eine Ästhetik des Abschieds.

Aus dem letzten Zimmer
Januar 2017
250 Seiten, 17 x 24 cm, gebunden (geprägtes Surbalin mit transparentem Schutzumschlag),
40 Abbildungen (BILDKÜNSTLERISCH BEGLEITET VON WERNER GASSER)
ISBN 978-3-86599-295-6
  • Info

    Franck Hofmann

    Franck Hofmann ist seit 2015 Forscher am Centre Marc Bloch Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Kunstkomparatistik, der philosophischen Anthropologie und der kulturtheoretischen Globalisierungsforschung. 2001 Promotion in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Als DAAD-Lektor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Lille 3 war er Gründungsherausgeber des deutsch-französischen Jahrbuchs »transversale«. Franck Hofmann war wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Sonderforschungsbereich »Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste« an der FU Berlin und Fellow am Centre international d’art et du paysage auf der île de Vassivière. Gemeinsam mit Markus Messling fungierte er als Sprecher der internationalen Forschergruppe »Transmed! Denken der Méditerranée und europäisches Bewusstsein« an der Universität Potsdam und dem Collège International de Philosophie (2012-2016).

     

    • Franck Hofmann (Hg.), Markus Messling (Hg.)  

      Fluchtpunkt

      Das Mittelmeer und die europäische Krise

      broschiert, 422 Seiten
      29,80 EUR
    • Franck Hofmann (Hg.), Markus Messling (Hg.)  

      Leeres Zentrum

      Das Mittelmeer und die literarische Moderne

      leinengebunden (mit Stanzung), 288 Seiten
      29,80 EUR