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Silvy Chakkalakal

Indienliebe

Die frühe Ethnographie und ihre Bilder

Indien entwickelte sich um 1800 zu einem wichtigen Referenzpunkt im Prozess einer deutschen Positionierung innerhalb Europas. Indische Menschen, ihre Literatur und kulturellen Praktiken, antike Architekturen, Mythologien, Künste und Sprachen galten nicht nur von einem wissenschaftlichen und ökonomischen Standpunkt aus als interessant, sondern sie waren fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und der Unterhaltungswelt.

»Indienliebe« nimmt die deutsche Begeisterung für indische Themen zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Blick, wie sie sich besonders in Kupferstichen, Zeichnungen und poetischen Ausdrucksformen geäußert hat. Nicht selten fließen in den Bildern deutsche und indische Kontexte ineinander. Silvy Chakkalakal schreibt eine deutsch-indische Verflechtungs- und Figurationsgeschichte und macht hierbei einen ganzen Fundus bisher kaum veröffentlichter früher Indienbilder zugänglich.

Diese sinnlichen Formate verdeutlichen einen durch und durch bildhaften Stil der frühen deutschen Ethnographie: Wie entstanden die kulturellen Figuren der schönen indischen Frau oder des Fakirs? Warum sind sie auch heute noch so wirkmächtig? Und wie ist die deutsche Indienliebe historisch zu erklären? Welche Funktionen hatte sie und von welchen Motivationen war sie geleitet?

»Alles, alles stammt aus Indien ohne Ausnahme.«

Friedrich Schlegel, 1803

 

Indienliebe
Preis- und Seitenangaben sind bis zum Erscheinen ca.-Angaben

Erscheint vorauss. Oktober 2019
144 Seiten, 12 x 19 cm, gebunden,
46 Abbildungen (zahlreiche farbig)
ISBN 978-3-86599-306-9
  • Info

    Silvy Chakkalakal

    Silvy Chakkalakal, Europäische Ethnologin und Komparatistin, ist seit 2012 wissenschaftliche Assistentin am Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität Basel. 2010 war sie Visiting Research Collaborator am History of Science-Program und am Department of History der Princeton University.