24,90 EUR
Susan Arndt (Hg.), Dirk Naguschewski (Hg.), Robert Stockhammer (Hg.)

Exophonie

Anderssprachigkeit (in) der Literatur

Der Band enthält Beiträge von Schriftstellern und Wissenschaftlern: Susan Arndt, Elleke Boehmer, Ottmar Ette, Andrew James Johnston, Franz Kafka, Susanne Mühleisen, Dirk Naguschewski, Uche Nduka, Patrice Nganang, Christina Pareigis, Oskar Pastior, Robert Stockhammer, Yoko Tawada, Jürgen Trabant, Peter Utz, Daniel Weidner und Stefan Willer.

Literatur ist per definitionem exo-phon: Niemand schreibt, wie sie spricht. In jüngster, von Migration, Exil und Diaspora besonders geprägter Zeit ist es längst nicht mehr nur eine Ausnahme von der Regel, wenn ein Schriftsteller nicht in seiner sogenannten Muttersprache schreibt. Mehr noch: ›Erst-‹ und ›Zweitsprache‹, ›eigene‹ und ›fremde‹ Sprache wirken aufeinander, vertauschen und vermischen sich: »Sprache und Sprachen – jeweils und miteinander eine Gemengelage.« (Oskar Pastior) Dieses Buch untersucht theoretisch aufschlussreiche Ausformungen und Konsequenzen dieser literarischen Vielsprachigkeit, in verschiedenen historischen Stadien und an verschiedenen Schauplätzen: Konstruktionen von Nationalliteratur und -sprache in England, Deutschland oder Senegal, Selbst- und Fremdübersetzungen in Japan, Kamerun oder Frankreich, postkoloniale Aneignungsprozesse in der Karibik, Nigeria oder Deutschland.

Exophonie
LiteraturForschung Bd. 3
April 2007
302 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert
ISBN 978-3-86599-024-2
  • Info

    Susan Arndt

    Prof. Dr. Susan Arndt, geboren 1967, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Afrika. Seit 2010 Professorin für English Studies and Anglophone Literatures der Universität Bayreuth. Buchveröffentlichungen u.a.: The Dynamics of African Feminism. Defining and Classifying African Feminist Literatures (2002), Kreatives Afrika. SchriftstellerInnen über Literatur, Theater und Gesellschaft (hg. mit K. Berndt, 2005), Africa, Europe and (Post)Colonialism (hg. M. Spitczok von Brisinski, 2006), Arndt, Susan. Die 101 wichtigsten Fragen – Rassismus. München: C.H. Beck, 2012.

  • Info

    Dirk Naguschewski

    Dr. Dirk Naguschewski, geboren 1966, Romanist und Kulturwissenschaftler mit den geographischen Schwerpunkten Afrika und Frankreich. Leitung des Arbeitsbereichs »Presse und Kommunikation« am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Buchveröffentlichungen u.a.: Body, Sexuality, and Gender. Versions and Subversions in African Literatures 1 (hg. mit F. Veit-Wild, 2005), Muttersprache als Bekenntnis. Status und Ideologien des Französischen im frankophonen Afrika (2003), Sehen Lesen Begehren. Homosexualität in französischer Literatur und Kultur (hg. mit S. Schrader, 2001). Kontakte, Konvergenzen, Konkurrenzen. Film und Literatur in Frankreich nach 1945, hg. mit Sabine Schrader, Marburg: Schüren 2009.

  • Info

    Robert Stockhammer

    Prof. Dr. Robert Stockhammer, geboren 1960, Literaturwissenschaftler. Seit 2007 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der LMU München. 2005-07 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin und Privatdozent für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Buchveröffentlichungen u.a.: Ruanda. Über einen anderen Genozid schreiben (2005), TopoGraphien der Moderne. Medien zur Repräsentation und Konstruktion von Räumen (Hg., 2005), Die Kartierung der Erde. Macht und Lust in Kartographie und Literatur (2006).

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