Wolfgang Ernst (Hg.), Johannes Maibaum (Hg.), Horst Völz (Hg.)

Horst Völz: Speichertheorie

Ausgewählte Schriften zur Elektronik, Informatik und Kultur technischer Speicher

mit einem Vorwort von Johannes Maibaum und Wolfgang Ernst

 

 

Während kulturwissenschaftliche Gedächtnis- und Erinnerungsforschung seit Jahrzenten floriert, tut eine Theorie technischer Speicher not. Obgleich sie die unabdingbare Bedingung der aktuellen Informationskultur darstellen, sind sie kaum in den Rang expliziter Reflexion erhoben worden. In der Form eines dreibändigen »Handbuchs der Speicherung von Information« (Aachen 2003 bis 2007) hat Horst Völz ein allgemeinverständliches Grundlagenwerk geschaffen.

Nach einleitenden Beiträgen der Herausgeber und der autobiografischen Skizze »Was ich an Neuem schuf« werden in der vorliegenden Publikation speichertechnische und -theoretische Schriften von Horst Völz zugänglich gemacht, die dem Interessenten als verstreute Zeitschriftenbeiträge zumeist nur unter beharrlicher Recherche zugänglich sind. Um die Aura dieser Zeitschriftenbeiträge zu wahren, wurden die Dokumente in ihrer konkreten Anschaulichkeit als Originaltexte aus dem Belegdruckarchiv Völz eingescannt; daraus leitet sich das ungewöhnliche Buchformat ab.

Die Auswahl leistet einen Balanceakt zwischen der hochtechnischen Diskussion von Speichern und ihrer Nachvollziehbarkeit auch für Nicht-Ingenieure und mathematikfernere Leser – ein Drahtseilakt, der die buchstäblich erkenntnistechnisch orientierte Medienwissenschaft, wie sie an den Philosophischen Fakultäten gelehrt und erforscht wird, durchweg bestimmt.

 

Horst Völz: Speichertheorie
Das Erscheinen des Buches ist ungewiss.

Berliner PROGRAMM einer Medienwissenschaft Bd. 13
Erscheint vorauss. Januar 2099
200 Seiten, 20 x 26 cm, broschiert
ISBN 978-3-86599-275-8
  • Info

    Wolfgang Ernst

    Prof. Dr. Wolfgang Ernst wurde mit einem museumshistorischen Thema promoviert; seine Habilitationsschrift »Im Namen von Geschichte« befasst sich mit deutschen Gedächtnisagenturen im 19. und 20. Jahrhundert. Nach diversen Gast- und Vertretungsprofessuren ist er seit 2003 Ordentlicher Professor für Medientheorien am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind zeitkritische Medienprozesse, Speicher- und Archivtheorie, Medienarchäologie als Methode und Definitionen des Sonischen. Er ist Mitherausgeber der Reihe »Berliner Programm einer Medienwissenschaft« beim Kulturverlag Kadmos; dort erschienen zuletzt die Zwillingsbände »Chronopoetik« sowie »Gleichursprünglichkeit« (2012).

    • Wolfgang Ernst  

      Chronopoetik

      Zeitweisen und Zeitgaben technischer Medien

      broschiert, 428 Seiten
      24,80 EUR
    • Wolfgang Ernst  

      Das Gesetz des Gedächtnisses

      Speichermedien als Übertrag des 20. Jahrhunderts

      broschiert, 358 Seiten
      24,90 EUR
    • Wolfgang Ernst  

      Gleichursprünglichkeit

      Zeitwesen und Zeitgegebenheit technischer Medien

      broschiert, 460 Seiten
      24,80 EUR
    • Wolfgang Ernst  

      Im Medium erklingt die Zeit

      Technologische Tempor(e)alitäten und das Sonische als ihre privilegierte Erkenntnisform

      broschiert, 224 Seiten
      22,50 EUR
    • Wolfgang Ernst, Wladimir Velminski  

      Semen Karsakov. Ideenmaschine

      Von der Homöopathie zum Computer

      gebunden, 184 Seiten
      19,90 EUR
    • Wolfgang Ernst (Hg.), Stefan Heidenreich (Hg.), Ute Holl (Hg.)  

      Suchbilder

      Visuelle Kultur zwischen Algorithmen und Archiven

      broschiert, 176 Seiten
      18,50 EUR
  • Info

    Horst Völz

    Horst Völz lehrt als Gastdozent am Fachgebiet Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Kybernetik, Informationsprozesse, Speichertechnologie und -theorie, über die er umfangreich publizierte.

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