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Irene Schütze (Hg.)

Über Geschmack lässt sich doch streiten

Zutaten aus Küche, Kunst und Wissenschaft


Mit Beiträgen von Jürgen Blume, Simona Cigliana, Catherine Colas, Paolo D‘Angelo, Jürgen Dollase, Lutz Dreyer, Anton Escher, Thomas Koebner, Tanja Labs, Adam Löffler, Heiko J. Luhmann, Elisabeth Oy-Marra, Irene Schütze, Ludwig Striegel, Thomas Vilgis, Myrjam Wüst, Martin Zenck, Jörg Zimmermann.

Warum löst ein Schluck Tee, gemischt mit ein paar Gebäckkrümeln, ein unerhörtes Glücksgefühl aus – wenn die Geschmackswahrnehmung eigentlich doch nur ein chemo-elektrischer Prozess an der Zunge ist? Ist, wenn Physik Geschmacksache ist, Geschmack Physiksache? Oder hat Geschmack etwas mit Tasten und Hören zu tun? Ist Geschmack überhaupt definierbar?
»Über Geschmack lässt sich nicht streiten«, »de gustibus non est disputandum«, heißt es seit der Antike. Doch weichen die Meinungen selten so sehr voneinander ab wie über den Geschmack. Die Herkunft des Geschmack-Begriffs aus der Sensorik macht ihn zu einer subjektiven Kategorie, die zur Norm erhoben, zwangsläufig zur Konfrontation mit anderen führen muss. Die Beiträge dieses Bandes wenden sich diesen Konflikten zu. Die Verfasser thematisieren Umwälzungen des Geschmacks in unterschiedlichen Epochen, Regionen und Disziplinen. Sie widmen sich aber auch dem Genuss, den es bereiten kann, Geschmack zu erfahren und mit anderen zu teilen. Der Band vereinigt Vorträge und Dokumente einer Veranstaltungsreihe aus dem Sommer 2007. Sie wurde initiiert vom Philosophen und Ästhetiker Jörg Zimmermann, fand im Maison de France in Mainz statt und wandte sich an ein breites Publikum. Denn Geschmack, als zugleich sensorische und ästhetische Kategorie, betrifft alle Menschen in ihrer Körperlichkeit und erstreckt sich in alle Lebensbereiche. Der Band versucht dem Rechnung zu tragen und präsentiert Texte von Praktikern und Theoretikern aus den Bereichen Physik, Physiologie, Bildende Kunst, Design, Film, Musik, Geographie, Ästhetik, Philosophie und Gastronomie.

Über Geschmack lässt sich doch streiten
Kaleidogramme Bd. 48
Januar 2010
264 Seiten, 15 x 23 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-86599-087-7