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Annamaria Lammel (Hg.), Ilona Nagy (Hg.)

Wie Adam den Apfel verschluckte

Die ungarische Bauernbibel

Die Bibel, das Buch der Bücher, ist zu allen Zeiten Gegenstand eifriger Exegeten gewesen. Selten jedoch hat sich eine soziale Schicht ihrer so eigenständig und schöpferisch angenommen wie die ungarischen Bauern. Der Schrift nicht mächtig haben sie die biblischen Geschichten über Jahrhunderte weitererzählt, mit ihrem eigenen Erfahrungsschatz angereichert und ihnen somit eine schillernde Färbung verliehen haben, die nicht immer vor den wohlgehüteten Toren »dogmatischer Korrektheit« halt macht. Voller Humor und Phantasie und mit einem Gutteil Bauernschläue tut sich in den von den ungarischen Anthropologinnen Lammel und Nagy gesammelten und erstmals niedergeschriebenen Geschichten eine faszinierende Welt auf. Jesus und Petrus, Gott und Teufel, Adam und Eva, Maria und Josef, Jakob und die vielen namhaften und gelegentlich namenlosen Heroen der Christenheit schlüpfen dabei in das Gewand des Mitmenschen, der mit viel Lebensweisheit gezeigt wird, manchmal göttlich, zumeist aber menschlich, allzu menschlich ...

Wie Adam den Apfel verschluckte
März 2003
260 Seiten, 12 x 19 cm, broschiert
ISBN 978-3-931659-21-9

aus dem Ungarischen von Hans Skirecki
  • Info

    Annamaria Lammel

    Prof. Dr. Annamaria Lammel, ungarische Anthropologin mit psychologischem und erkenntnistheoretischem Schwerpunkt. Sie lehrt als Professorin in Paris, wo sie seit 1987 lebt.

  • Info

    Ilona Nagy

    Ilona Nagy, geboren 1944, Wissenschaftlerin am ethnographischen Institut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Herausgeberin der kritischen Ausgabe der Volksmärchen und Autorin zahlreicher Publikationen. Sie lebt in Budapest.