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Heinrich F. Jennes

Zwischen Skyline und Earthline

Boden als erste Fassade

Während wir gewohnt sind, eine Stadt an ihrer Skyline wiederzuerkennen, bedenken wir kaum, dass unterhalb der Stadt eine ähnliche Linie verläuft als die Summe der Einheit der unterirdischen Fundamente, Verkehrs- und Leitungswege, die Earthline. Diese Linie unterscheidet die Sohle der bauseits gestörten Erdmassen von der intakt gebliebenen geologischen Struktur.
»Zwischen Skyline und Earthline« ist ein Plädoyer für die Zwischen-Ebene, für den nur selten geschätzten Boden. Es rehabilitiert ihn geologisch, archäologisch, infrastrukturell, städtebaulich und zeigt seine inspirierende Wirkung besonders für das Frühstadium des architektonischen Entwurfs, wenn nur wenige Striche das Aussehen unserer künftigen Kultur umreißen, und wenn noch das Rätsel des Anfangs die Hauptrolle spielt und nicht schon die Vergegenständlichung in Gestalt fertiger Bauten.

Zwischen Skyline und Earthline
Kaleidogramme Bd. 41
Juni 2010
478 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert,
161 Abbildungen (teilweise farbig)
ISBN 978-3-86599-076-1
  • Info

    Heinrich F. Jennes

    Heinrich F. Jennes, aufgewachsen in Köln, studierte in Berlin Religionswissenschaft, Philosophie, Architektur. 1988 Erste Architektur-Interpretationen in »Daidalos« und »Archithese«. Tätig in Architekturbüros in Barcelona und Berlin, von 1992 bis 2000 als Universitätsassistent am Institut für Gebäudelehre und Wohnbau der Technischen Universität Graz. Publizierte 2001 zur Entwurfslehre »Architektur des Horizonts – Bericht vom territorialen Entwurf«. Lebt seit 2000 als Architekt und freier Schriftsteller in Berlin. Zeitweise Lehraufträge für Architekturtheorie, Geschichte, Entwerfen und Bodenkunde.