22,50 EUR
Jochen Bonz (Hg.), Gisela Febel (Hg.), Insa Härtel (Hg.)

Verschränkungen von Symbolischem und Realem

Zur Aktualität von Lacans Denken in den Kulturwissenschaften

Mit Beiträgen u.a. von Andreas Cremonini, Ernesto Laclau, Tracy Mc Nulty, Karl-Josef Pazzini, Elisabeth von Samsonow, Yannis Stavrakakis, Matthias Waltz.

Die Beiträge nähern sich zeitgenössischen kulturellen Phänomenen mit dem begrifflichen Instrumentarium der strukturalen Psychoanalyse. Entlang der lacanschen Dimensionen – Reales, Symbolisches, Imaginäres – werden Konfigurationen der Gegenwartskultur und Formen der von ihr hervorgebrachten Subjektivität systematisch beschreibbar.
Im Vordergrund steht dabei eine Problematik, die heute die verschiedensten soziokulturellen Felder westlicher Prägung durchzieht. In der bildenden Kunst z.B. ist der verwundete Körper, das Ekelhafte in die Sphäre des Faszinierenden gerückt. Sexuelle und auch politische Identitäten erscheinen als verhandelbare Größen. Herkömmliche gesellschaftliche Institutionen scheinen ihre bindende Autorität verloren zu haben. Ist das Symbolische in der Geschichte der Kultur der Moderne im Verschwinden begriffen oder weichen allein seine vertrauten Formen? Von Interesse sind die Bedingungen, Wirkungen und Rezeptionsweisen solcher Transformationen; dazu gehört auch, mögliche neue Konstellationen auszuloten.
Die Publikation stellt einen Diskussionszusammenhang zwischen konkreten Untersuchungen aus verschiedenen Bereichen her, in denen mit lacanschem Denken gearbeitet wird: Literatur, Kunst, Popkultur, Recht, Bildung, Politik, Philosophie, Kulturtheorie.

Verschränkungen von Symbolischem und Realem
Kaleidogramme Bd. 9
März 2008
260 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert
ISBN 978-3-86599-010-5
  • Info

    Jochen Bonz

    Priv.-Doz. Dr. Jochen Bonz, Studium der Kulturwissenschaft und Germanistik an der Universität Bremen, danach freiberufliche journalistische Tätigkeit. 2003 Promotion an der Universität Bremen mit der Studie »Subjekte der Popkultur. Eine Feldforschung in Popkulturszenen«. 2004-2007 Postdoc und Wissenschaftlicher Koordinator des Doktorandenkollegs »Prozessualität in transkulturellen Kontexten: Dynamik und Resistenz«, Universität Bremen. Anschließend freiberufliche Lehrtätigkeit an Universitäten, Musik- und Kunsthochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2010 Vertretung der Professur für Mediensoziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen, 2011 Habilitation an der Universität Bremen mit der Studie »Vom ›Text‹ zur ›Atmosphäre‹: Eine kulturtheoretische Studie an der Gegenwart«; venia legendi für Kulturwissenschaft; Privatdozent am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen. 2011 Vertretung einer Assistenzprofessur am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien, seit Januar 2013 Leitung einer ethnopsychoanalytischen Deutungswerkstatt am Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Karl-Franzens-Universität Graz. Seit Oktober 2013 Assistent am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Mitherausgeber der Reihe »Kulturelle Figurationen: Artefakte, Praktiken, Fiktionen« (Springer VS).

    • Jochen Bonz  

      Subjekte des Tracks

      Ethnografie einer postmodernen/anderen Subkultur

      broschiert, 166 Seiten
      15,00 EUR
  • Info

    Gisela Febel

    Prof. Dr. phil. Gisela Febel, Studium der Romanistik, Philosophie und Germanistik. Staatsexamen 1980, Promotion 1984, DAAD-Lektorin in St. Etienne (F), dann Hochschulassistentin bzw. akademische Rätin an der Universität Stuttgart (Romanische Literaturen und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft), 1998 Habilitation über Poetik und Rhetorik um 1500. Desweiteren Leitung eines internationalen Forschungsprojekts »Ursprünge der Moderne« in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kulturwissenschaften und Kulturtherie der Universität Stuttgart und dem Collège International de Philosophie in Paris sowie assoziierten Partnern in Wien, Paris, Bern und Neuchâtel. April 1999-März 2002: Vertretungsprofessur (C3) für Romanistik/ Französische Literaturwissenschaft an der Universität Bremen (Nachfolge Prof. Dr. Peter Bürger), seit April 2002: Professorin für Romanische Literaturwissenschaft (C4) an der Universität Bremen. 2002-2007 Sprecherin des Instituts für postkoloniale und transkulturelle Studien (INPUTS) Bremen, seit 2003: Zweite Sprecherin des Wissenschaftsschwerpunktes »Dynamik und Komplexität von Kulturen« und des Doktorandenkollegs »Prozessualität in Transkulturellen Kontexten: Dynamik und Resistenz« an der Universität Bremen.

  • Info

    Insa Härtel

    Prof. Dr. phil. Insa Härtel, Studium der Psychologie (Hauptfach), Kunstgeschichte und Soziologie (Nebenfächer), Universität Hamburg, 1994-1998 Promotion zum Thema: »Zur Produktion des Mütterlichen (in) der Architektur« (Turia+Kant, Wien 1999), Universität Hamburg; 1999 Postdoktorandenstipendium des Graduiertenkollegs Ästhetische Bildung, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Universität Hamburg. 1999-2001 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen, Koordination der Bremer Studienphase der Project Area »Body« unter der Leitung von Prof. Dr. Sigrid Schade im Rahmen der International Women’s University/Internationale Frauenuniversität (ifu). Danach Wissenschaftliche Geschäftsführung des ZGS, Universität Bremen und Wissenschaftliche Assistentin (C1) Universität Bremen, Zentrum Gender Studies (ZGS) und Fachbereich Kulturwissenschaften. 2008 Habilitation zum Thema: Transformationen symbolisch-autoritativer Dimensionen: Entwürfe von Autorschaft und Handlungsmacht; venia legendi für das Fachgebiet Kulturwissenschaft. Privatdozentin am Fachbereich Kulturwissenschaften, Universität Bremen. 2009-2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, danach Wissenschaftliche Angestellte/Dipl.-Psychologin im Jugendpsychologischen/-psychiatrischen Dienst (JPPD) der Stadt Hamburg; DFG-Projekt zum Thema ›Übergriffe‹ und ›Objekte‹: Bilder und Diskurse kindlich-jugendlicher Sexualität. 2010-2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstwissenschaft/Kunstpädagogik, Universität Bremen, seit 2012 Professorin für Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Kulturtheorie und Psychoanalyse an der International Psychoanalytic University (IPU).

    • Insa Härtel (Hg.)  

      Erogene Gefahrenzonen

      Aktuelle Produktionen des (infantilen) Sexuellen

      broschiert, 158 Seiten
      19,90 EUR