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Christian Kurze

Kafkas »Proceß« und die Satellitentexte

Verborgene Verbindungen zwischen Romantext und weiterer Prosa der »Proceß«zeit

Das Neuartige und Spannende an dieser Studie ist, dass sie bislang verborgene Verbindungen von Kafkas »Proceß«roman zu parallel entstehenden Prosatexten aufdeckt. So fungieren diese Paralleltexte als geheime, metaphorisch verschlüsselte Kommentare Kafkas zu seinem Roman, indem sie dessen Inhalt und Entstehung reflektieren oder als produktionsästhetische Steigbügel dienen, die Kafka die Weiterarbeit am Roman nach einer Schreibhemmung ermöglichen. Hier erklärt sich der bildhafte Begriff der »Satellitentexte«, da diese quasi wie Satelliten mit dem Roman verbunden in dessen Umlaufbahn kreisen ...

Insgesamt entsteht so ein wertvoller Beitrag zur Kafka-Forschung, der die Entstehung von Kafkas bedeutendstem Roman aus einer neuen Perspektive – sozusagen als innere Biographie von Kafkas Schreiben – zeigt und zugleich die Satellitentexte wie »Erinnerung an die Kaldabahn«, den »Dorfschullehrer«, »In der Strafkolonie«, den »Unterstaatsanwalt« aber auch zwei Kapitel des »Verschollenen«-Romans ihrer eigenen Rätselhaftigkeit ein Stück weit enthebt.

Kafkas »Proceß« und die Satellitentexte
Preis- und Seitenangaben sind bis zum Erscheinen ca.-Angaben

Kaleidogramme Bd. 137
Januar 2017
192 Seiten, 12 x 19 cm, gebunden
ISBN 978-3-86599-302-1
  • Info

    Christian Kurze

    Christian Kurze, geboren 1977, arbeitet als Oberstudienrat für die Fächer Deutsch und Englisch am Gymnasium Gaußschule in Braunschweig. Im Rahmen eines Lehrauftrages ist er zudem am Institut für Germanistik an der Carolo-Wilhelmina Universität Braunschweig tätig.