24,90 EUR
Johanna Bleker (Hg.), Petra Lennig (Hg.), Thomas Schnalke (Hg.)

Tiefe Einblicke

Das Anatomische Theater im Zeitalter der Aufklärung

Das Anatomische Theater: Von seinen ansteigenden Rängen blickten Doktoren und Studenten, Hofschranzen und Hebammen, edle Damen, Philosophen und Barbiere auf das Schauspiel der Leichenöffnung. Hier wurde durch die Kunst des Anatomen die innere Beschaffenheit des menschlichen Körpers vorgeführt. Hier zeigte sich die wunderbare Einrichtung der göttlich ersonnenen Körpermaschine, die nach dem Tode so jäh und unausweichlich der Vergänglichkeit anheimfiel. Im 18. Jahrhundert plante fast jede Medizinschule, Universität oder Chirurgen­gilde, die etwas auf sich hielt, ein Anatomisches Theater. Ausgehend von dem längst verschwundenen Theater, das 1713 in Berlin errichtet wurde, führt das Buch zu weiteren Produktionsstätten nützlichen Wissens in der barocken Residenz, beschreibt den mehr oder weniger erfolgreichen Betrieb analoger Einrichtungen an anderen Orten und folgt dem Weg der anatomischen Objekte und Präparate bis in die Berliner Salons und darüber hinaus.

Tiefe Einblicke
Buchvorstellung am 25. März 2018 im Medizinhistorischen Museum in Berlin

Kaleidogramme Bd. 167
März 2018
284 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert,
53 Abbildungen (vielen farbigen Abbildungen)
ISBN 978-3-86599-393-9
  • Info

    Johanna Bleker

    Prof. Dr. Johanna Bleker studierte Medizin in Zürich und Münster, promovierte 1966 zum Dr. med. und erhielt 1968 ihre ärztliche Approbation. Danach arbeitete sie im Institut für Geschichte der Medizin Münster, wo sie sich 1978 mit einer Arbeit über die Naturhistorische Schule (1825-1845) habilitierte. Dem Berliner Institut für Geschichte der Medizin gehört sie seit 1978 als Professorin an und war von 2001 - 2004 Geschäftsführende Direktorin. Sie ist seit 2004 im Ruhestand. Weitere Aktivitäten: Von 2002 bis 2008 Geschäftsführende Herausgeberin der Zeitschrift »Medizinhistorisches Journal«. Mitherausgeberin der »Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften«. Forschungsschwerpunkte: Medizinische Theorien und gesellschaftlicher Wandel 19./20. Jahrhundert / Frauen- u. Geschlechtergeschichte in der Medizin.

    • Johanna Bleker (Hg.), Marion Hulverscheidt (Hg.), Petra Lennig (Hg.)  

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      Berliner Impulse zur Entwicklung der modernen Medizin

      Klappenbroschur, 224 Seiten
      19,90 EUR
  • Info

    Petra Lennig

    Dr. phil. Petra Lennig, Jahrgang 1955, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité.  1973–1980 Studium der Philosophie und Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1980–1997 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Medizin der Charité Berlin. 1990 Promotionsarbeit zum historisch tradierten Leib-Seele-Problem und dem Lösungsansatz der Psychophysik, einem Thema im Grenzgebiet zwischen Medizin, Psychologie und Philosophie. Seit 1998 am Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité tätig. Verantwortliche Mitarbeit an der ersten Dauerausstellung zur Eröffnung des Museums am 25. März 1998. Mitwirkung an verschiedenen Ausstellungs- und anderen Projekten des Museums. Zahlreiche Publikationen und wissenschaftliche Vorträge zu verschiedenen medizinhistorischen Themen speziell des 19. Jahrhunderts. Monographien über Gustav Theodor Fechner 1994 im Lang-Verlag und Emil du Bois-Reymond 1996; Ausstellungs- und Katalogtexte sowie Arbeiten zu Rudolf Virchow.

    • Johanna Bleker (Hg.), Marion Hulverscheidt (Hg.), Petra Lennig (Hg.)  

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      Berliner Impulse zur Entwicklung der modernen Medizin

      Klappenbroschur, 224 Seiten
      19,90 EUR
  • Thomas Schnalke

    • Aleksandr Beljaev, Thomas Schnalke (Hg.), Wladimir Velminski (Hg.)  

      Neurofiction

      Erzählungen von Versuchen an Menschen

      gebunden, 272 Seiten
      24,90 EUR