24,90 EUR
Friedrich Balke (Hg.), Maria Muhle (Hg.), Antonia von Schöning (Hg.)

Die Wiederkehr der Dinge

Mit Beiträgen von Friedrich Balke, Thomas Brandstetter, Lorenz Engell, Philipp Felsch, Karin Harrasser, Markus Krajewski, Karin Krauthausen, John Law, Helga Lutz, Maria Muhle, Lutz Musner, Ana Ofak, Simon Roloff, Leander Scholz, Antonia von Schöning, Bernhard Siegert, Urs Stäheli, Benjamin Steininger, Cornelia Vismann, Christina Wessely und Andreas Ziemann.

Man mag sich fragen, warum die Medien- und Kulturwissenschaften, denen es doch an Gegenständen und Artefakten nicht mangelt, sich auch noch eigens mit »Dingen« beschäftigen sollen, warum sie gar, wie dieser Band, eine »Wiederkehr der Dinge« ankündigen. Noch vor einem Jahrzehnt hätte man sich kaum vorgestellt, dass den Dingen einmal besondere Aufmerksamkeit beschieden sein würde. Wer von Dingen sprach, sah sich in der Vergangenheit schnell dem Ontologievorwurf und dem Objektivismusverdacht ausgesetzt.
Die Wiederkehr der Dinge besteht aber nicht darin, den Objekten die zentrale Handlungsmacht zu überantworten, die zuvor die Subjekte innehatten, sondern die Untersuchung von Formen und Reichweiten sozialer und kultureller Verknüpfungen von keinen Vorentscheidungen darüber abhängig zu machen, aus welchen Elementen sich die jeweiligen Konfigurationen zusammensetzen.
Unter vier zentralen Gesichtspunkten – Handlungsmacht der Dinge, Ein neuer Begriff des Sozialen, Epistemologie der Dinge, Medienästhetik der Dinge – loten die Beiträge des vorliegenden Bandes das Potential einer am Leitfaden alter und neuer Dinge orientierten Kultur- und Mediengeschichte aus und entfalten in programmatischer wie materialer Perspektive die mit einer Wiederkehr der Dinge verbundenen sozial- und kulturtheoretischen, epistemischen und ästhetischen Konsequenzen.

Die Wiederkehr der Dinge
Kaleidogramme Bd. 77
Januar 2012
316 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert,
35 Abbildungen (teilweise farbig)
ISBN 978-3-86599-146-1
  • Info

    Friedrich Balke

    Prof Dr. Friedrich Balke, Dr. phil., 2008–2012 Sprecher des DFG-Graduiertenkollgs »Mediale Historiographien« der Universitäten Weimar, Erfurt und Jena. Seit 2011: Herausgeber des »Archivs für Mediengeschichte« (zusammen mit Bernhard Siegert und Joseph Vogl). Oktober 2011–März 2012 Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM), Weimar. April–August 2012 Fellow am Excellence Cluster TOPOI der Humboldt-Universität zu Berlin. Mai 2012 Berufung auf die Professur für Medienwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Theorie, Geschichte und Ästhetik bilddokumentarischer Formen an der Ruhr-Universität Bochum.

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    Maria Muhle

    Prof. Dr. Maria Muhle,gGeboren 1976, Studium der Philosophie, Spanischen Philologie und Politikwissenschaften in Madrid und Paris 1996–2003, 2003–2007 bi-nationale Doktorarbeit »Eine Genealogie der Biopolitik. Zum Begriff des Lebens bei Foucault und Canguilhem« in Paris und in Frankfurt/Oder im DFG-Graduiertenkolleg »Repräsentation, Rhetorik, Wissen«. 2008–2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Medien, Bauhaus-Universität Weimar, 2010/11 Vertretung der Juniorprofessur »Medientechnik und Medienphilosophie« an der Ruhr-Universität Bochum, 2012–2014 W2-Professur für Ästhetische Theorie an der Merz Akademie Stuttgart. Seit 2014 Professorin für Philosophie an der Akademie der Bildenden Künste München sowie Leiterin des Teilprojekts »Mindere Mimesis« der DFG-Forschergruppe »Medien und Mimesis«. Freie Tätigkeit als Autorin für u.a. Afterall Magazin, Texte zur Kunst, Camera Austria und als Übersetzerin (u.a. Rancière, Brossat, Didi-Huberman) sowie Mitbegründerin und Herausgeberin des August Verlags Berlin.

  • Info

    Antonia von Schöning

    Antonia von Schöning, Studium der Europäischen Medienkultur an der Bauhaus-Universität Weimar und der Université Lumières Lyon II. Von Januar 2008 bis Oktober 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Geschichte und Theorie künstlicher Welten, Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar. Von 2009 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am NFS Bildkritik eikones in Basel. Seit Oktober 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am IKKM und Mitglied der Redaktion der Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung (ZMK). Arbeitet derzeit an einer Dissertation über Medien und Räume des Regierens im Paris des 19. Jahrhunderts.

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