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Elke Frietsch (Hg.), Christina Herkommer (Hg.)

Ideale

Entwürfe einer »besseren Welt« in der Wissenschaft, Kunst und Kultur des 20. Jahrhunderts.

Mit Beiträgen von Sabine Fastert, Elke Frietsch, Christiane Fülscher, Christina Herkommer, Verena Krieger, Wiebke Lisner, Alexander von Lünen, Ramón Reichert, Andreas Rumpfhuber, Petra Schaper-Rinkel, Jörg Scheller, Sigrid Stöckel und Dorothee Wimmer.

Das 20. Jahrhundert wurde durch eine Vielzahl von Bewegungen und Gegenbewegungen, politischen Umstürzen und Krisen geprägt. Die beiden Weltkriege, Aufschwung und Niedergang von verschiedenen Diktaturen, wie Nationalsozialismus oder Stalinismus, der Kalte Krieg, die Entstehung neuer sozialer Anliegen und Demokratisierungsbestrebungen zeigen nur einen kleinen, wenn auch politisch maßgeblichen Ausschnitt, der die Wahrnehmung dessen, was heute als »ideal« gilt, strukturiert hat. Zugleich wurden gerade im vergangenen Jahrhundert Zweifel an der Allgemeingültigkeit und Unveränderlichkeit von Idealen deutlich. In den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts finden sich daher vielfältige Vorstellungen zur Schaffung einer »besseren Welt« wieder, die von totalitären Konzepten bis zu deren kritischer Hinterfragung reichten. Aus interdisziplinärer Perspektive nehmen die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Sammelbandes folgende Zusammenhänge besonders in den Blick:
– Ideale in der Kunst der Moderne und Postmoderne
– Ideal und Ideologie
– Ideale und soziale Bewegungen
– Technische Machbarkeit und Zukunftsforschung

Ideale
Kaleidogramme Bd. 80
März 2012
320 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert,
39 Abbildungen (teilweise farbig)
ISBN 978-3-86599-153-9
  • Info

    Elke Frietsch

    Dr. phil. Elke Frietsch, Kunstwissenschaftlerin. Seit August 2009 ist sie Oberassistentin im interdisziplinären Studienfach Gender Studies an der Universität Zürich. 2010 war sie Gastprofessorin für Kunstgeschichte und Kunsttheorie mit Schwerpunkt Gender Studies an der Kunstuniversität Linz. Von 2007–2009 war sie wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien. Sie hatte zahlreiche Lehraufträge an Universitäten und Kunsthochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2005 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Berliner Kunstverein. Von 2001–2004 war sie Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG im Graduiertenkolleg „Codierung von Gewalt im medialen Wandel“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und neueren Geschichte an der Freien Universität Berlin promovierte sie 2004 am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Doktorarbeit über Geschlechterbilder in der Kunst des Nationalsozialismus.

  • Info

    Christina Herkommer

    Christina Herkommer, Dipl.-Soz. Seit Oktober 2009 Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung mit Dissertationsprojekt zum Thema: »Die Repräsentation der Rolle von Frauen im Nationalsozialismus im öffentlichen Diskurs nach 1945 bis heute am Beispiel der Berichterstattung des Nachrichtenmagazins ›Der Spiegel‹«. 1995 bis 2002 Studium der Soziologie, Psychologie und Neueren Geschichte an der Philipps-Universität Marburg, der University of Bath (GB) und der Freien Universität Berlin. 2002 Abschluss zur Diplom-Soziologin an der Freien Universität Berlin. 2000 bis 2002 studentische Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Oktober 2002 bis September 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Frauen- und Geschlechterforschung des Institutes für Soziologie der Freien Universität Berlin.