Claus Pias (Hg.)

Kulturfreie Bilder

Erfindungen der Voraussetzungslosigkeit

Mit Beiträgen von Harun Badakhshi, Peter Bexte, Heinrich Dilly, Lorenz Engell, Wolfgang Ernst, Michael Hagner, Frank Hartmann, Ute Holl, Anne Hoormann, Jörg Pflüger, Stefan Rieger, Birgit Schneider, Wolfgang Ullrich, Barbara Wittmann, Beat Wyss und Annett Zinsmeister.

DAS ERSCHEINEN DES BUCHES IST UNGEWISS!

 

In welcher Weise Bilder Teil einer Kultur sind, erweist sich besonders an jenen Grenzen, an denen der Ausstieg des Bildes aus der Kultur geprobt wird. ›Kulturfreie Bilder‹ wurden in unterschiedlichsten Zusammenhängen als solche behauptet, die von jedermann zu jeder Zeit an jedem Ort verstanden werden können, die keine Traditionsvertrautheit und keine Repräsentationskenntnisse fordern, die ›rein‹, global und evident sind. Es sind Bilder, an denen sich kulturelle Obdachlosigkeit und okulare Unschuld ins Produktive wenden, indem sie den Mangel von fremden, kindlichen, tierischen, behinderten, außerirdischen oder technischen Betrachtern verwalten und dabei fortlaufend ein Wissen des Nicht-Wissens generieren. Der Band spürt sowohl konkreten Gestaltungen nach wie den wechselnden Erfindungen von Naivität und ihren historischen Dispositiven. Wie sollen dümmste anzunehmende Benutzer ›intuitiv‹ ihre Computer bedienen? Wie misst man mit Bildern ›Intelligenz‹ jenseits von Herkunft, Geschlecht oder Bildung? Was testet ein Testbild? Mit welchen Bildern sollen wir künftige Generationen vor radioaktivem Müll warnen oder Kontakt zu Außerirdischen aufnehmen? Was sieht ein frisch geheilter Blinder, ein Neugeborenes, ein Affe oder ein Scanner? Warum ist moderne Kunst gerade nicht erklärungsbedürftig? Und wie findet man die Toilette im Flughafen?

Kulturfreie Bilder
Der Erscheinungstermin des Buches ist ungewiss.

copyrights Bd. 19
250 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert
ISBN 978-3-86599-021-1
  • Info

    Claus Pias

    Prof. Dr. Claus Pias, 1967 geboren, studierte Elektrotechnik in Aachen sowie Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Bonn und Bochum. 1993 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter für Architekturgeschichte an der Bauhaus-Universität Weimar. Drei Jahre später wechselte er zum Lehrstuhl für »Geschichte und Theorie künstlicher Welten« von Joseph Vogl. 2002 wurde er zum Juniorprofessor für »Medientechnik und Medienphilosophie« an der Ruhr-Universität Bochum berufen. Von 2006 bis 2010 war er Professor für Erkenntnistheorie und Philosophie der Digitalen Medien an der Universität Wien. Zur Zeit ist er Professor für Medientheorie und Mediengeschichte am Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien (ICAM) der Fakultät Kultur der Leuphana Universität Lüneburg.

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