26,90 EUR
Nils Güttler (Hg.), Ina Heumann (Hg.)

Sammlungsökonomien

In Sammlungen lässt sich die Vermischung von epistemischen und ökonomischen Praktiken besonders augenfällig nachvollziehen. Dies hängt unmittelbar mit der Materialität von Sammlungen zusammen: Sammeln verbindet die Produktion wissenschaftlicher Erkenntnis mit der Herstellung und Zirkulation von Dingen – Dingen, die vielen Welten angehören und von denen die wissenschaftliche nur eine ist. Entgegen der üblichen Praxis werden ökonomische Prozesse in den elf Beiträgen dieses Bandes nicht als Randerscheinung, als Kontext oder Fußnote von Wissensdingen und Sammlungen begriffen, sondern als wichtiges Konstitutionsmerkmal. Was kosten wissenschaftliche Dinge und was sind sie wert? Welche Facetten von Wissenschaft und ihrer materiellen Kultur werden sichtbar, denkt man Sammlungen und Ökonomien als einander bedingend? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende Band aus historischer Perspektive. Die in den Fallbeispielen sichtbar werdenden Sammlungsökonomien umfassen ein breites Spektrum, das von monetären Aspekten, Logistik und Infrastruktur bis hin zu Fragen von epistemischen und politischen Wertzuschreibungen reicht.

Mit Beiträgen von Klaus Angerer, Estelle Blaschke, Matthias Bruhn, Sylke Frahnert, Nils Güttler, Ina Heumann, Kerstin Pannhorst, Nora Pleßke, Irina Podgorny, Anja Sattelmacher, Jenni Thomas und Kirsten Vincenz

Sammlungsökonomien
Dezember 2016
254 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert (mit einer Klappe),
35 Abbildungen (mit 15 farbigen Abbildungen)
ISBN 978-3-86599-333-5
  • Info

    Nils Güttler

    Nils Güttler ist Postdoc am Lehrstuhl für Wissenschaftsforschung der ETH Zürich. Seine Forschungen bewegen sich an der Schnittstelle von Umwelt-, Technik- und Wissensgeschichte. Nach einer Promotion zu Bild- und Medienpraktiken in der Pflanzengeographie des 19. Jahrhunderts, die an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte entstand, folgten Aufenthalte an der Huntington Library (San Marino), der Harvard University sowie am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt.

  • Info

    Ina Heumann

    Ina Heumann leitet die kulturwissenschaftliche Forschungsabteilung PAN – Perspektiven auf Natur am Museum für Naturkunde Berlin. Sie hat Geschichte, Philosophie und Europäische Ethnologie studiert, war wissenschaftliche Assistentin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien und hatte verschiedene Stipendien inne, unter anderem am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin sowie der Oregon State University. 2010 wurde sie in Wien promoviert. Derzeit beschäftigt sie sich mit der Kulturgeschichte der Dinosaurier sowie der Geschichte der Dublette.

schließen

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite zum Datenschutz.