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Jörg Brauns

Schauplätze

Zur Architektur visueller Medien

»Nachdem ich das unsichtbare Orchester geschaffen, möchte ich auch das unsichtbare Theater erfinden.« Richard Wagner

Medien existieren nicht unabhängig von Raum und Zeit. Erst ihre Verortung in konkreten Räumen ermöglicht die neuzeitliche Dynamisierung des Sehens und stabilisiert sie für die Funktionssysteme der modernen Gesellschaft. Im 19. Jahrhundert entsteht eine Vielfalt solcher Räume. Panorama und Passage, Theater und Warenhaus sind Architekturen, die Schauplätze für Betrachter konstituieren. Insbesondere der Film als Leitmedium des frühen 20. Jahrhunderts lässt sich nicht ohne das Kino als Ort seiner Entfaltung denken. Nicht die Techniken sondern die Orte des Betrachtens sind daher Gegenstand dieses Buches. Die Architektur visueller Medien wird im vorliegenden Band über das konkrete Bauwerk hinausgehend aber wesentlich grundsätzlicher gedacht. Im Anschluss an Michel Foucault und vor allem Niklas Luhmann schlägt der Autor eine theoretische Architektur vor, die die Grenzen von Wahrnehmung und Kommunikation, Formen und Medien, Beobachtern und Dingen zu ziehen und zu beschreiben erlaubt.

Schauplätze
Kaleidogramme Bd. 1
Dezember 2006
336 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert,
49 Abbildungen
ISBN 978-3-86599-001-3
  • Info

    Jörg Brauns

    Dr. Jörg Brauns, Studium der Architektur in Weimar, 1991 Diplom Architektur, Diplomarbeit »Heterotopien. Andere Orte in der Architektur«, seitdem Arbeit als Architekt und Ausstellungsmacher sowie Assistent in Architekturtheorie und Medienwissenschaften. 2004 Promotion »Schauplätze« mit dem Prädikat »magna cum laude« an der Fakultät Medien der BU Weimar zum Dr. phil Bis 2007 an der Bauhaus-Universität Weimar tätig, er ist dort u.a. assoziiertes Mitglied im Graduiertenkolleg »Mediale Historiographien«. Danach Referent/Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bis heute) sowie Geschäftsführer IKKM Bauhaus-Universität Weimar.