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Alfred Kallir

Sign and Design

Die psychogenetischen Quellen des Alphabets

Unser Alphabet kommt aus dem Dunkel. Irgendwann, um 1000 vor Christus, streifen die Zeichen den letzten Rest ihrer Körperlichkeit ab, um nun, ins Typenrad des Alphabets eingespannt, zum Flug der Abstraktion anzuheben. Die Geschichte dieses Flugs ist bekannt: unter dem Rubrum der Logik. Wenn Aristoteles sagt A=A, der Grundsatz aller Logik, so liegt darin schon ein Vergessen. Alfred Kallirs »Sign and Design« erzählt die Geschichte des Alphabets von seinen verborgenen Ursprüngen her, den – wie er es nennt – psychogenetischen Quellen des Alphabets. Ein jedes Zeichen hat seinen Körper. Was sich in dieser faszinierenden Untersuchung auftut, ist das Verdrängte und Vergessene Saussures und entlarvt dessen Lehre von der Willkürlichkeit der Zeichen als einen Mythos. Uns bleibt es zu fragen, wie es zu diesem großen kulturellen Verdrängungsakt hat kommen können, jener großen Sehnsucht, die danach trachtet, den Körper aus dem Reich der Zeichen zu verbannen.

Sign and Design
Juni 2002
376 Seiten, 15 x 23 cm, gebunden mit Schutzumschlag (dem Englischen),
442 Abbildungen
ISBN 978-3-931659-09-7

aus dem Englischen von Richard Hölzl und Thomas Dietrich
  • Info

    Alfred Kallir

    Alfred Kallir (†), über dessen Leben nur wenig bekannt ist, war ein wissenschaftlicher Außenseiter. Er lebte in Oxford. »Sign and Design«, in den Wirren des Zweiten Weltkriegs begonnen, wurde 1961 in England publiziert.

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