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Nicolas von Oresme

Traktat über Geldabwertungen / De mutatione monetarium: tractatus

Weil die Fürsten und Könige seit alters her autorisiert waren, Geld zu emittieren, und weil es ihnen freistand, sich dazu eines beliebigen, also auch minderwertigen Materials zu bedienen, ging das 14. Jahrhundert als das Zeitalter der Falschmünzerkönige in die Geschichte ein. Denn jeder Herrscher war in der Versuchung, sein ausgehöhltes Feudalsystem mit dem Geld seiner Nachbarn zu finanzieren: indem er das höherwertige Geld aufkaufte und mit schlechterer Mischung wieder neues Geld herstellte – ein Teufelskreis, der Unruhen und Währungskriege zur Folge hatte.
Vor diesem Hintergrund ist der »Traktat über Geldabwertungen« des Nicolas von Oresme eine Geldtheorie dieses krisengerüttelten 14. Jahrhunderts und gleichzeitig auch ein Meilenstein zur Bildung des neuzeitlichen Staates. Nicht das Politische, sondern die Frage, wie ein Währungsraum beschaffen sein muss, erweist sich dabei als das konstitutive Element.
Eine hochbrisante Lektüre im Zeitalter des Euro und ein Grundlagentext der politischen Ökonomie.

Mit einem Nachwort von Martin Burckhardt.

Traktat über Geldabwertungen / De mutatione monetarium: tractatus
Juni 1999
120 Seiten, 12 x 19 cm, gebunden mit Schutzumschlag,
4 Abbildungen
ISBN 978-3-931659-06-6
  • Info

    Nicolas von Oresme

    Nicolas von Oresme (* vor 1330 in der Normandie; † 11. Juli 1382 in Lisieux, Frankreich; auch Nicolas Oresme, Nicholas Oresme, Nicole Oresme) war Bischof und einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler und Philosophen des 14. Jahrhunderts.