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Sabine Biebl (Hg.), Verena Mund (Hg.), Heide Volkening (Hg.)

Working Girls

Zur Ökonomie von Liebe und Arbeit

Mit Beiträgen von Sabine Biebl, Stefan Hirschauer, Rembert Hüser, Annette Keck, Helmut Lethen, Maren Möhring, Inka Mülder-Bach, Verena Mund, Ralph J. Poole, MaryAnn Snyder-Körber, Ilke Vehling und Heide Volkening.

Junge, erwerbstätige Frauen sind nicht erst in den 1920er Jahren zum Gegenstand produktiver Phantasien geworden, die sich in Filmen, Literatur, Kunst, Schlager und Werbung wie in wissenschaftlichen Diskursen niedergeschlagen haben. Ihr Auftauchen im öffentlichen Raum ist bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit einer Sorge um die Lockerung der Moral verbunden, die sich in der Mehrdeutigkeit des Begriffs ›Working Girl‹ äußert. Sowohl erwerbstätige Frauen generell als auch Prostituierte bezeichnend, eignet sich der Begriff, um eine zentrale Ambivalenz zu markieren, nämlich die Ökonomisierung von Liebe und Sexualität auf der einen und die Romantisierung von Arbeitsverhältnissen auf der anderen Seite.
Die Beiträge verfolgen mögliche Narrative, Bildmuster und Geschlechtermodellierungen, die sich aus dieser Konstellation in unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten ergeben.

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    Sabine Biebl

    Dr. Sabine Biebl arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie der LMU München. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Literatur des 19. Jh. sowie der Literatur und Kultur der Weimarer Republik.

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    Verena Mund

    Verena Mund arbeitet im Film/Video Department des Walker Art Center in Minneapolis sowie der University of Minnesota. Promotionsstudium seit 2008. Davor war sie für die Feminale in Köln tätig. 2000 erschien im Schüren Verlag der von ihr mitherausgegebene Band »Girls, Gangs, Guns. Zwischen Exploitation-Kino und Underground«. 2006 veröffentlichte sie »Leuchtkörper« in »Minutentexte: The Night of the Hunter« (hg. v. V. Pantenburg/M. Baute; Brinkmann & Bose) sowie »Arbeitstitel« in »Das Buch zum Vorspann« (hg. v. A. Böhnke/R. Hüser/G. Stanitzek; Vorwerk 8).

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    Heide Volkening

    Dr. Heide Volkening; Studium der Germanistik, Literaturwissenschaft, Philosophie und Pädagogik an der Universität Bielefeld, Organisation der Interdisziplinären Studentischen Studiengruppe »Feministische Philosophie und Literaturwissenschaft« 2001-2011 wissenschaftliche Assistentin am Institut für deutsche Philologie der LMU München. 2006 erschien ihre Dissertation »Am Rand der Autobiographie. Ghostwriting – Signatur – Geschlecht« (Bielefeld: transcript), 2001 hat sie den Band »Grenzüberschreibungen. ›Feminismus‹ und »Cultural Studies‹« (Bielefeld: Aisthesis) mitherausgegeben. Seit 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Philologie der Universität Greifswald.