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Carolin Artz

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Über die fotografische Aufzeichnung von Strahlen

Die Vorstellung, dass die Fotografie ein geeignetes Medium sei, die Defizite des menschlichen Auges auszugleichen und Strahlen zu visualisieren, die jenseits des optischen Spektrums liegen, hatte sich spätestens gegen Ende des 19. Jahrhunderts etabliert. Da das, was diese Bilder zeigten, nicht mit der menschlichen Wahrnehmung abgleichbar war, waren die fotografischen Spuren unsichtbarer Strahlen jedoch nicht selbsterklärend. Welchen Anforderungen mussten die Visualisierungen genügen, um eine neu entdeckte Strahlung zu etablieren? Was unterschied wissenschaftliche Aufzeichnungen, die als überindividuelle »Ikonen« eines Wissensgebietes in andere Forschungskontexte übertragen wurden, von jenen, die als Störungen des Verfahrens entlarvt wurden? Wie konnten diese Bilder trotz ihres Spurcharakters Sinn erzeugen? Diesen Fragen geht die Studie von Carolin Artz nach und nimmt dabei Fotografien von Henri Becquerel und Wilhelm Conrad Röntgen, aber auch von Parawissenschaftlern wie Karl Ludwig von Reichenbach und Louis Darget in den Blick.

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Kaleidogramme Bd. 76
September 2011
254 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert,
88 Abbildungen (schwarz-weiß)
ISBN 978-3-86599-145-4
  • Info

    Carolin Artz

    Carolin Artz, geboren 1977 in Georgsmarienhütte, studierte Kunstgeschichte und Kunst an der Universität Osnabrück. Von 2004 bis 2010 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen/ Folkwang Universität der Künste Essen. Hier verfasste sie auch ihre Doktorarbeit, die im Januar 2010 eingereicht wurde. Seit Juli 2010 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Industrial Design an der Fachhochschule Osnabrück. Carolin Artz lebt mit ihrer Familie in Osnabrück.