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Victoria Steiner

Metatopos

1784 ff. Notizen einer Medienkulturgeschichte

Spätestens mit der Französischen Revolution stellt man sich die Frage, welche Rolle die Literatur in einer modern genannten Welt spielt – eine Frage, die wir uns noch heute in all ihren Facetten stellen müssen. Macht Literatur etwas mit der Welt? Reagiert Literatur auf die Welt? Schaut sie diese Welt an, mischt sie sich ein? Oder erschafft Literatur ganz einfach ihre eigenen Welten? Es sind die Galionsfiguren der Neueren deutschen Literatur, die sich fragen, wo zwei verschiedene Welten – eine fast schon einengende wie routinierte Alltagswelt und eine »über die Schranken des Wirklichen« reichende Welt der Kunst – an einem Ort aneinander vermittelt werden können. Eben damit ist aber auch der Brennpunkt einer Medientheorie angesprochen, die wissen will, wie Medien funktionieren. Diese Studie zeichnet eine Medienkulturgeschichte von der Zeit der Aufklärung bis in das neunzehnte Jahrhundert nach und illustriert anhand paradigmatischer Textanalysen die Literatur als entscheidendes Beobachtungsmittel für mediale Prozesse.

Metatopos
Kaleidogramme Bd. 188
Erscheint vorauss. Januar 2021
208 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert
ISBN 978-3-86599-469-1
  • Info

    Victoria Steiner

    Victoria Steiner (*1990) studierte Germanistik, Philosophie und Medienkulturwissenschaft in München, 2018 verteidigte sie ihre Doktorarbeit zu einer Medientopologie der Goethezeit. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Philologischen Institut der LMU München. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Medientheorie und -geschichte sowie der Neu(er)e deutsche Kinofilm.