Jürgen Riethmüller

Ästhetische FiktionenPerspektiven transmedialer Fiktionstheorie

Ästhetische Fiktionalität ist recht offensichtlich ein medienübergreifendes Phänomen; antike Skulpturen und Theateraufführungen, zeitgenössische Werbung und Computerspiele, aber auch die Oper, Hörspiele und manche Selfies als alltägliche Bildinszenierungen bedienen sich gleichermaßen dieser alten Kulturtechnik ausgedachter Bilder und Geschichten. Der kulturtheoretische Diskurs seit der Antike hat dieser prinzipiellen Transmedialität kaum Rechnung getragen, und Fiktionalität ist, jenseits philosophischer Debatten um Fiktion und Wirklichkeit etc., hier eigentlich nur im Bereich der Literatur- und, eingeschränkter, der Filmwissenschaften Thema gewesen. Der vorliegende Band versucht sich an einer Korrektur dieser eigenartigen »Aufteilung des Sinnlichen«, an deren Ende der Begriff der Fiktion im postmodernen Theoriediskurs symptomatischerweise eine geradezu ungeheure Prominenz gewinnen konnte, nur nicht mehr auf ästhetische Praktiken oder gar die Kunst bezogen.

Buch gebunden

Verfügbar ab September 2026

734 Seiten

15 x 23x5 cm

ISBN 978-3-86599-631-2

Buch
49,80 € inkl. MwSt.zzgl. Versandkosten
Verfügbar ab September 2026

Jürgen Riethmüller

Dr. phil. Jürgen Riethmüller lehrt nach einer mit summa cum laude und dem Förderpreis für junge Wissenschaftler und Künstler des Rotary-Clubs ausgezeichneten Dissertation über die Anfänge des demokratischen Denkens in Deutschland seit dem Sommersemester 2001 an der Merz Akademie. Seit 2002 als ...

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