Unkontrollierte Verwandlungen gehören zu den Schreckbildern autoritären Denkens – vom antiken Mythos bis in gegenwärtige politische Diskurse. Sandra Fluhrers breit angelegte Studie geht der Faszinationskraft von Metamorphosen und metamorphen Bildern anhand detaillierter Lektüren aus Literatur, Philosophie und politischer Theorie nach. Dabei zeigen sich vielschichtige Überlagerungen zwischen Mythos, Politik und ästhetischer Erfahrung. Die Lektüren führen ästhetisch-politische Ambivalenzen um Motive und Verfahren der Verwandlung vor Augen und arbeiten heraus, dass Verwandlung ein Grenzwert intensiver ästhetischer Erfahrung mit dem Mythischen, dem Politischen und ihren Überschneidungsflächen ist. Den Fluchtpunkt der Arbeit bildet ein Plädoyer für das Aushalten ambivalenter Erfahrungen. Die Studie stützt sich u.a. auf mythentheoretische, ästhetische und anthropologische Annahmen Hans Blumenbergs, Elias Canettis, Klaus Heinrichs, Heiner Müllers und Bernhard Waldenfels’. Zum Textkorpus gehören Homers Odyssee, Aischylos’ Orestie, Platons Politeia, Ovids Metamorphosen, Shakespeares Titus Andronicus, Hobbes’ Leviathan, Goethes Schriften zur Morphologie und Faust II, Carl Schmitts Texte zu Land und Meer, Prosa von Andrej Platonow und Warlam Schalamow sowie dramatische und poetologische Texte von Heiner Müller.
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Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0, DOI: https://doi.org/10.55309/g7mi15o9
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