Herausgegeben, mit einem Nachwort und Fußnoten versehen von Heiko Christians.
Aus dem Englischen übersetzt von Joe Paul Kroll.
Bildredaktion: Olivia Jane Busse und Lisa Karst.
Hugo Fischer (1897–1975), deutscher und britischer Staatsbürger, war Ideenhistoriker, Philosoph, Kultursoziologe und Essayist. Zu seinem Freundeskreis zählten Ernst Jünger, Alexander Mitscherlich, Thomas Masaryk und Bertrand Russell. Mit dem hier vorgelegten Buch, das zwischen 1940 und 1945 im Exil entstand, führt der Autor uns – von London aus – kundig in die schillernde Welt des europäischen Theaters der 1920er und 30er Jahre ein – in seine Architektur, seine Stücke, seine Stars, sein Management, seine Technik und seine Ästhetik. Gleichzeitig erzählt Hugo Fischer die Geschichte des Theaters als politische, ethische und kulturelle Institution und Utopie von seinen antiken Anfängen bis zum 20. Jahrhundert. Diese Wiederentdeckung ist ein emphatisches Plädoyer für das Theater als Mittelpunkt menschlicher Gemeinschaften. Der neue, opulente Bildteil erlaubt es uns, das Theater noch einmal mit den Augen einer seiner stärksten Befürworter zu sehen. Das Buch liefert ein wunderbares kulturhistorisches Panorama und wurde einst geschrieben, um einer in Trümmern liegenden Welt Hoffnung zu geben.
