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Markus Krajewski (Hg.)

Projektemacher (2. Auflage)

Zur Produktion von Wissen in der Vorform des Scheiterns

Mit Beiträgen von Jörg von Bilavsky, Thomas Brandstetter, Daniel Gethmann, Helmut Höge, Maren Lehmann, Jürgen Kaube, Markus Krajewski, Julia Kursell, Armin Schäfer, Florian Schui, Bernhard Siegert und Georg Stanitzek.

Der Projektemacher ist eine seltsame Figur, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts am Anfang der Moderne auftaucht. Meyers Großes Konversations-Lexikon von 1908 charakterisiert ihn als jemanden, »der sich im Entwerfen neuer, meist unausführbarer Pläne gefällt«. Allein das Scheitern scheint demnach das unvermeidliche Ergebnis zu sein. Doch entgegen seinem denkbar schlechten Ruf vermag der Pläneschmied eine besondere Produktivität zu entfalten, um durch seine vermeintlich nur misslingenden Ideen den Fortschritt voranzutreiben und zur Bildung neuen Wissens beizutragen. Dabei zeigt er sich als wagemutiger Luftschiffer oder Konstrukteur von Dampfmaschinen (»Windmacher«) ebenso wie in Gestalt des verrückten Bibliothekars oder Karrieristen. Gleichwohl zeigt sich, dass die Projektemacherei keineswegs nur historische Episode bleibt. Denn die Tendenz, zahllose Projekte zu entwerfen, hat an Aktualität nichts eingebüßt.

Projektemacher (2. Auflage)
copyrights Bd. 15
Mai 2004
272 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert
ISBN 978-3-931659-56-1
  • Info

    Markus Krajewski

    Markus Krajewski, Dr. phil., geb. 1972, ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Basel. Gastprofessuren u.a. in Lüneburg, Harvard.