Tatjana Hofmann

Die frühsowjetische ReisereportageMedienpoetik eines Massengenres

Diese Studie untersucht die sowjetische Reiseskizze bzw. -reportage der Zwischenkriegszeit, die bis heute ihre Aktualität bewahrt hat. Als ein politisches Mittel sowie ein transgressives und interkulturelles Genre hat sie die russischsprachige Literatur für neue Technologien geöffnet. Das Massenmedium bezieht neben Akteuren rund um LEF wie Sergej Tret’jakov, Boris Kušner und Viktor Šklovskij eine Reihe von Frauen ein, darunter Vera Inber, Mariėtta Šaginjan und Zinaida Richter. Die Studie nimmt Konfigurationen des reisenden Schreibens, Fotografierens und Filmens in den Blick. Close readings auf der Basis eines intertextuellen und -medialen Zugangs entwerfen eine Typologie, die die fluide Genrehaftigkeit als produktiven Zustand diskutiert: Dabei greifen Vergleichs-, Evidenz- und Abenteuernarrative ineinander. Für das Erfassen der Beziehung mobiler Praktiken und intertextueller Poetiken unterbreitet die Analyse das Konzept der Intertravelität.

Buch Taschenbuch, broschiert

Kaleidogramme, Band 212

Februar 2026

390 Seiten

15 x 23x2.5 cm

ISBN 978-3-86599-420-2

Leseprobe

Buch
39,80 € inkl. MwSt.zzgl. Versandkosten

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Tatjana Hofmann

Dr. phil. Tatjana Hofmann hat Europäische Ethnologie, Slavistik und Germanistik in Berlin studiert. Nach ihrer Promotion hat sie am Slavischen Seminar der Universität Zürich gearbeitet, am Collegium Helveticum, an der Universität St. Gallen und an der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte ...

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