Am 3. Juli stellte Marion Gardei in der Evangelischen Zeitung unser neues Buch Die Berliner St. Petri-Gemeinde, der Fall Hoff und das Projekt »House of One« vor.
»Das Buch und die darin enthaltene Forschung sind eine Auftragsarbeit von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und dem House of One, dem Drei-Religionen-Haus in Berlin. Dieses soll an der Stelle gebaut werden, wo einst die Petrikirche stand.
In dieser Kirche amtierte Walter Hoff ab 1936 als Propst von Alt-Cölln. Als fanatischer Nationalsozialist nahm er aktiv am Zweiten Weltkrieg teil. In einem Schreiben von 1943 an einen Amtskollegen der damaligen Kirchenleitung rühmte er sich, eigenhändig bei zahlreichen Judenmorden in östlichen Kriegsgebieten mitgewirkt zu haben. Auch erzählte er bei einem Heimaturlaub im Konsistorium davon, wie er russische Partisanen, die ihn um ihr Leben anflehten, gnadenlos hinrichten ließ.
Walter Hoff war einer der schlimmsten NS-Täter innerhalb der evangelischen Kirche. 1949 wurde Hoff wegen seiner nationalsozialistischen Gesinnung und Taten durch die Disziplinarkammer beim Evangelischen Konsistorium Berlin-Brandenburg aus dem Pfarrdienst entlassen. Die Rechte des geistlichen Standes wurden ihm aberkannt. Dieses Urteil bestätigte in einem späteren Berufungsverfahren der westliche Disziplinarhof der Evangelischen Kirche in Deutschland.«
Zum ganzen Artikel geht es hier.
