03.07.2026 - Manfred Gailus

Die Berliner St. Petri-Gemeinde, der Fall Hoff und das Projekt »House of One« in der Evangelischen ZeitungEine Vorstellung von Marion Gardei

Am 3. Juli stellte Marion Gardei in der Evangelischen Zeitung unser neues Buch Die Berliner St. Petri-Gemeinde, der Fall Hoff und das Projekt »House of One« vor. 

»Das Buch und die darin enthaltene Forschung sind eine Auftragsarbeit von der Evangelischen Kirche Berlin-­Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und dem House of One, dem Drei-Religionen-Haus in Berlin. Dieses soll an der Stelle gebaut werden, wo einst die Petrikirche stand.

In dieser Kirche amtierte Walter Hoff ab 1936 als Propst von Alt-Cölln. Als ­fanatischer National­sozialist nahm er aktiv am Zweiten Weltkrieg teil. In einem Schreiben von 1943 an ­einen Amtskollegen der damaligen Kirchen­leitung rühmte er sich, eigenhändig bei zahlreichen Judenmorden in öst­lichen Kriegsgebieten mitgewirkt zu haben. Auch erzählte er bei ­einem Heimaturlaub im Konsistorium davon, wie er russische Partisanen, die ihn um ihr Leben anflehten, gnadenlos hinrichten ließ.


Walter Hoff war einer der schlimmsten NS-Täter innerhalb der evangelischen Kirche. 1949 wurde Hoff wegen seiner nationalsozialistischen Gesinnung und Taten durch die Disziplinarkammer beim Evangelischen Konsistorium Berlin-Brandenburg aus dem Pfarrdienst entlassen. Die Rechte des geistlichen Standes wurden ihm ­aberkannt. Dieses Urteil bestätigte in einem späteren Berufungsverfahren der westliche Disziplinar­hof der Evangelischen Kirche in Deutschland.«

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