Das Buch schildert die fatale Biografie des Top-Nazi-Pfarrers Dr. Walter Hoff (1890 in der preußischen Provinz Posen geboren), der seit 1936 als Propst von Alt-Cölln an der St. Petri-Kirche in Berlin-Mitte amtierte. Als fanatischer Nationalsozialist nahm er aktiv am Zweiten Weltkrieg teil und rühmte sich in einem Schreiben an einen Amtskollegen in der Kirchenleitung vom September 1943 damit, eigenhändig am Judenmord auf östlichen Kriegsschauplätzen mitgewirkt zu haben. Nach dem Krieg verlor Hoff zunächst die Rechte des geistlichen Standes. Im Zuge allgemeiner Rehabilitierungen während der restaurativen Adenauer-Ära erreichte er im Jahr 1957 eine Wiederbeilegung der vollen Pfarrerrechte durch die Berliner Kirchenleitung unter Bischof Otto Dibelius. Hoff war nach dem Krieg wohnhaft im Raum der hannoverschen Landeskirche (Niedersachsen) sowie in Hamburg und erhielt seit 1960 die vollen Ruhestandsbezüge eines pensionierten Geistlichen. Er verstarb im Jahr 1977 im Alter von 87 Jahren in Hamburg. Es ist geplant, auf den Grundmauern der kriegszerstörten St. Petri-Kirche in Berlin-Mitte das »House of One« (Drei-Religionen-Haus) zu errichten. Das Projekt »House of One« hat sich dankenswerterweise die Aufarbeitung des »Falls Hoff« zu Eigen gemacht.
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