Stefan Zednik

»Die Mörder sitzen in der Oper!«Erkundungen zu einer unzeitgemäßen Kunst

»Die Mörder sitzen in der Oper!«, klagt Walter Hasenclever 1917 in einem Gedicht, schockiert von dem Gegensatz von Kriegsgräuel auf der einen und glänzendem Opernabend auf der anderen Seite. Ausgehend von dieser spitzen Kritik erkundet Stefan Zednik den Zusammenhang zwischen den Geschichten und Stoffen, die auf der Bühne singend verhandelt werden, und einer außerhalb tobenden Wirklichkeit.
Warum wünscht sich der Schah von Persien als Staatsgast am 2. Juni 1967 ausgerechnet die Aufführung einer Mozart-Oper, und was passiert eigentlich in der damals aufgeführten »Zauberflöte«? Warum beschäftigen sich die finalen Kunstleistungen des Dritten Reiches – eine letzte »Götterdämmerung« und eine Einspielung der »Winterreise« – nicht mit totalitären Herrschafts-, sondern mit Untergangsfantasien? Warum widmen die Filmemacher Jean-Marie Straub und Danièle Huillet ihre Verfilmung der Schönberg-Oper »Moses und Aron« einem durch Hungerstreik verstorbenen Terroristen?
Stefan Zednik spürt den Verbindungen zwischen Oper und Politik, Musik, Libretto und Zeitgeschehen nach und wirft einen erfrischend neuen Blick auf altbekannte Werke der Operngeschichte und ihren gesellschaftlichen Kontext.

»...ein gesellschaftskritisches Werk [...], das nicht nur für Opernfans lesbar und erhellend ist.«
Georg Waßmuth, SWR2

»Sowohl Geschichtsfreunde oder -interessierte als auch Opernfans kommen [...] auf ihre Kosten.«
Katja Ruppenthal, WDR3

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Dezember 2021

160 Seiten

14 Abbildungen

ISBN 978-3-96750-034-9

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gebunden, 1. Auflage, 24,90 €

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Stefan Zednik

Stefan Zednik wurde 1959 in Mönchengladbach geboren und lebt in Berlin. Nach zehn Jahren Arbeit als Opernregisseur begann seine Tätigkeit als Kulturjournalist für diverse Print-Medien und öffentlich-rechtliche Radiosender. In zahlreichen Kulturfeatures beleuchtete er musikalisch-historische Themen ...

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