12. August 2020

Der »große Wumms«

Unser Newsletter im August

In den letzten Tagen war ja häufig die Rede von einem »großen Wumms«, der zum Bedauern vieler Branchen trotz Mehrwertsteuersenkung in der deutschen Wirtschaft ausblieb. Während der landesweite Wirtschaftsaufschwung bisher noch auf sich warten lässt, können wir im Kulturverlag Kadmos aber klar und deutlich einen ebensolchen Wumms vernehmen, oder vielmehr: ein fulminantes »Traraa!«. Zwar waren wir in den letzten Jahren schon immer sozial und irgendwie auch medial unterwegs – doch erst durch unseren unerschütterlichen, unermüdlichen und ununterbrochenen #Einsatz von #Hashtags, #Buchtweets und gelegentlichen #Eulenvideos in den letzten Wochen haben wir geschafft etwas aufzubauen, das fast mit einem #Wumms gleichzusetzen ist: eine #Reichweite auf Social Media. #storyofsuccess #seirealistischundplaneeinwunder Wir freuen uns, dass uns auf Twitter mittlerweile über 1.800 Follower followen und dass wir seit der Inbetriebnahme unseres Instagramaccounts vor wenigen Tagen auch dort eine rasant wachsende Anteilnahme an unserem Programm beobachten. #beeindruckend #soschwerwarsgarnicht So macht es direkt richtig Spaß, und es ist uns eine helle Freude, unseren Abonent*innen regelmäßig schöne Bilder von unseren schönen Büchern zu präsentieren. Schauen Sie doch auch mal bei uns vorbei: Hier geht es zu unserem Twitter-Feed (@KadmosVerlag), unsere nigelnagelneue Instagrampräsenz finden Sie hier (@kulturverlag_kadmos).

Neben unserer Social-Media-Offensive haben wir in den letzten Wochen vor allem an unserer neuen Herbstvorschau gebastelt. Diese ist ab sofort auf VLB TIX verfügbar und kann hier durchgeblättert werden. Aus u.a. ökologischen Gründen verzichten wir als Verlag seit einiger Zeit auf den Versand von gedruckten Vorschauen. Stattdessen setzen wir auf dieses digitale und flexible Modell.

Ein Titel aus unserem neuen Programm ist bereits erschienen: »Feministisches Spekulieren. Genealogien, Narrationen, Zeitlichkeiten«, herausgegeben von Marie-Luise Angerer und Naomie Gramlich, beschäftigt sich in einzelnen Beiträgen mit der Wirkmacht von Narrationen innerhalb der Vorstellung von Geschichte und Gegenwart. Während ab den 1960er-Jahren Science-Fiction-Autor*innen das Spekulative zum Imaginieren und Fabulieren von Post-race und Post-Gender-Welten nutzten, zeichnet sich seit einiger Zeit eine Veränderung in der feministischen Bezugnahme auf das Spekulative ab. Der Band verfolgt eine Theorie- und Diskursgeschichte feministischer Genealogien, die ein besonderes Augenmerk auf Fragen der spekulativen Narrationen und Zeitlichkeiten legen. Dabei werden Autor*innen wie Luce Irigaray, Ursula K. Le Guin oder Hélène Cixous wieder- und neugelesen sowie Fragen nach dem kritischen Potenzial des Möglichen und Spekulativen für die Gegenwart aufgeworfen. Der Band ist ab sofort lieferbar.

Für die kommenden Wochen und Monate sind weitere schöne Bücher geplant. Zum Beispiel wird voraussichtlich im September »Die Komamethode. Willensfreiheit, Selbstverantwortung und der Anfang vom Ende der Roten Armee Fraktion im Winter 1984/85« von Heiko Stoff erscheinen. Der Band setzt sich u.a. mit der Geschichte des Hungerstreiks der RAF auseinander und ist ein spannender Einblick in ein Stück BRD-Geschichte.
Des Weiteren freuen wir uns im September auf die »Hamburger Tiere«. Den allseits beliebten »kleinen Guide für Naturbanausen und Stadtkinder« von Marie Parakenings wird es dann auch für die Hansestadt geben, mit interessanten neuen Geschichten zu Möwe und Co. Das dazugehörige Memo-Spiel der »Großstadttiere« ist übrigens hitzebeständig und kann im unklimatisierten Home Office wie auch am überfüllten Ostseestrand gespielt werden.

Unsere Bücher waren in den letzten Wochen übrigens nicht nur im virtuellen Raum ziemlich omnipräsent. Auch die Medien haben Kadmos-Titel besprochen. So waren Britta Lange und ihr Buch »Gefangene Stimmen« gleich zweimal vertreten. Ihr Interview mit Julian Weber von der taz ist hier online nachzulesen und die schöne Buchbesprechung von Julia Tieke im Deutschlandfunk Kultur kann hier nachgehört und -gelesen werden. Ottmar Ette sprach Ende Juli im rbb über den Philosophen Anton Wilhelm Amo, der aktuell als alternativer Namensgeber für die Berliner U-Bahn-Station »Mohrenstraße« im Gespräch ist (eine 3., erweiterte Auflage seiner Amo-Biografie »Philosophieren ohne festen Wohnsitz« ist in Planung). Und Philipp Sarasin hat für das Onlinemagazin »Geschichte der Gegenwart« eine tolle Besprechung zu Tilman Baumgärtels Buch über »Schleifen« geschrieben. »Schleifen. Zur Geschichte und Ästhetik des Loops« ist 2016 in 2. Auflage erschienen, die Rezension von Philipp Sarasin gibt es hier zum Nachlesen.

Dies alles geschah in den letzten Wochen wahrlich schnell, und wir sind selber ganz erstaunt, dass uns mitten im Sommerloch so viele gute Neuigkeiten ereilt haben. Aber wie sagt ein kluger ostfriesischer Wissenschaftler eben so schön: »Je kürzer das Sssid, desto eher das Bumms.«

In diesem Sinne: Verbringen Sie einen schönen Sommer, lesen Sie Bücher – und folgen Sie uns auf Social Media.

Herzliche Grüße
Ihr Wolfram Burckhardt
und das Team des Kulturverlags Kadmos