07. Juni 2019

Unsere bibliophile Brise im Juni

Newsletter im Juni

Fakt ist: Der Kulturverlag Kadmos ist NICHT der BER unter den Verlagen! Denn bei uns sind sämtliche Brandschutzmaßnahmen und Belüftungssysteme absolut funktionstüchtig. Und so weht mit unserer heißesten Neuerscheinung gleich ein ganzer Schwall an wohltuender Frischluft in unser Programm. Dies muss natürlich gefeiert werden und daher möchten wir zwei Einladungen aussprechen.

Vorweg: Es ist uns eine helle Freude, dass der Band von Sophie Seemann, »Verschwundene Krankheiten«, druckfrisch bei uns eingetroffen ist. Sophie Seemann wurde mit einer medizinhistorischen Arbeit über den Pathologen und Anthropologen Rudolf Virchow promoviert und stieß im Zuge der Recherchen immer wieder auf »verschwundene Krankheiten« – Krankheitsbilder, die sich nicht sofort mit dem modernen medizinischen Verständnis erschließen ließen und bei näherer Betrachtung aber ungeahnte und interessante Einblicke in vergangene Patientenschicksale, historische Konzepte von Krankheit und Ansätze zu ihrer Behandlung, Bekämpfung und im günstigsten Fall Ausrottung boten. Mithilfe zum Teil fiktionaler Geschichten hat Sophie Seemann über diese Begegnungen ein hochinteressantes und gleichsam unterhaltsames Buch geschrieben:

»Durchbrüche der medizinischen Forschung und Rückschläge am Patientenbett, rätselhafte Seuchenphänomene und wissenschaftliche Scherze – dieses Buch vereint 20 (teils bekannte, teils vergessene) Krankheiten aus fünf Jahrhunderten, die es so nicht mehr gibt.«
(Aus dem Klappentext)

Das Erscheinen des langersehnten Titels soll natürlich gebührend zelebriert werden. Und zwar am Dienstag den 18. Juni am für dieses Buch passendsten Veranstaltungsort in ganz Berlin: der Hörsaalruine – hier allerdings passt die Analogie zum BER – des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité. Die Buchvorstellung beginnt um 19 Uhr. Wir werden mit einem Büchertisch dabei sein und den Band zur Feier des Tages zu einem kleinen Sonderpreis verkaufen. Mit in unserem Handgepäck werden wir auch das neue Buch »Sehstörungen. Grenzwerte des Visuellen in Künsten und Wissenschaften«, herausgegeben von Anne-Kathrin Reulecke und Margarete Vöhringer, dabeihaben. Der Eintritt ist frei, das Museum bittet um eine kurze Anmeldung (bmm@charite.de). Der Eingang zum Hörsaal befindet sich im Virchowweg 16, 10117 Berlin. Nähere Informationen finden Sie unter www.bmm-charite.de.

UND für den Fall, dass der Weg nach Berlin für Sie zu weit ist, können wir einen weiteren Termin aus dem Hut zaubern: Am Freitag den 14. Juni wird das Buch »Konjunktion & Krise. Vom ›und‹ in Bildern Texten« von Peter Bexte in der Bibliothek der Kunsthochschule für Medien Köln vorgestellt. Das Buch ist im Februar erschienen und durchspielt die Möglichkeitsräume des kompakten Wörtchens »und«.

»Ein nacktes ›und‹ bedeutet nichts. Man erwartet allenfalls, dass es bedeutungsvolle Ausdrücke verbindet. Wie aber konnte es um 1920 dazu kommen, dass dieses nackte ›und‹ ein Thema wurde und an völlig verschiedenen Stellen hervortrat? Irrlichternd durchläuft es Bilder und Texte jener Zeit, und zwar in einer größeren Verteilung, als man zunächst erwarten könnte.«
(Aus dem Klappentext)

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr in der Bibliothek der KHM (Overstolzenhaus, Rheingasse 8, 50676 Köln).

Wir belassen es bei diesen zwei Meldungen und hoffen, dass Sie, sofern Sie in Köln oder Berlin wohnen, zahlreich erscheinen werden. Falls nicht, können Sie die Bücher natürlich wie gewohnt über unsere Website bestellen (innerhalb Deutschlands sogar versandkostenfrei).
Damit wir unsere Tradition, den Newsletter mit älteren Schätzen aus unserem Programm zu beenden, nicht unterbrechen: Kennen Sie schon »Visiten. Berliner Impulse zur Entwicklung der modernen Medizin«, herausgegeben von Johanna Bleker, Marion Hulverscheidt und Petra Lennig? Oder »Die Bewahrer der Schmerzen. Figurationen körperlichen Leids in der deutschen Literatur und Kultur von 1870-1945« von Elisa Primavera-Lévy? Oder »Das Beispiel. Epistemologien des Exemplarischen«, herausgegeben von Jens Ruchatz, Stefan Willer und Nicolas Pethes?

Wir wünschen Ihnen einen schönen Start in den Juni und hoffen, dass Sie bei der aktuellen Hitzewelle vom Englischen Schweiß verschont bleiben (Ganz besonders fies ist übrigens der lokale Berliner Schweiß. Symptome: ein unstillbarer Durst nach Matetee, kaltem Kaffee und eine damit einhergehende Insomnia).

Herzliche Grüße
Ihr Wolfram Burckhardt
und das Team des Kulturverlag Kadmos Berlin

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